Claudia Dumke - Jakow Kerzhner - Gedanken in Bildern

Jakow Kerzhner emigrierte vor zehn Jahren mit seiner Familie von Kiew nach Leipzig und studierte an der dortigen Hochschule für Grafik und Buchkunst in der Fachklasse von Professor Arno Rink Malerei. In seinen Kohlezeichnungen stellt er jüdische Feste wie zum Beispiel Pessach, Purim oder Sukkot dar – dies versteht er als seinen Beitrag zur Gegenwart und Zukunft einer ihm noch wenig vertrauten Religion. So hinterlässt er eigene, richtungsweisende Spuren in einer Familie, in der die Malerei mehrere Generationen miteinander verbindet.
In der Ukraine, in einer sozialistischen Gesellschaft aufgewachsen, war es für seine Eltern nicht immer möglich, nach der jüdischen Tradition zu leben. Folglich lernt jetzt die ältere Generation von der jüngeren. Während sich sein Vater als Angehöriger der zweiten Generation nach dem Holocaust künstlerisch mit dem Massenmord am jüdischen Volk auseinander setzt, verbindet Jakow in seinem Werk vor allem die Suche nach dem richtigen Weg des Lebens mit der nach seiner jüdischen Identität.

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Claudia Dumke
*1977 in Karl-Marx-Stadt/Sachsen
http://www.claudiadumke.de