

Mitglieder der jüdischen Gemeinde Frankfurt feierten das Purimfest 2005 in der Frankfurter Westendsynagoge.
An diesem Festtag erinnern die Juden an die Errettung des jüdischen Volkes aus drohender Gefahr in der persischen Diaspora. Haman, der oberste Minister des großpersischen Reiches unter König Ahasveros, verpflichtete alle Untertanen, sich vor ihm niederzuwerfen und ihn zu verehren. Mordechai, ein Jude, gehorchte diesem Gebot nicht und blieb im Gedenken daran, dass es nur einen einzigen König gebe, dem man zu gehorchen habe, stehen. Daraufhin verlangte der gekränkte Haman vom König die Ermordung aller Juden. Der König bewilligte seinem Minister diese Bitte. Haman beschloss, das Los solle über den Tag, an dem er seine Rache üben konnte, entscheiden.
Das persische Wort für »Los« ist »pur«, die Mehrzahl ist »purim«. Das Los fiel auf den 15. des Monats Adar des jüdischen Kalenders (Februar/März). Doch Königin Esther, Nachfolgerin der abgesetzten Königin Vashti und Mordechais Adoptivtochter, erwirkte beim König die Aussetzung des Tötungsbefehls und damit die Errettung sämtlicher Juden. Haman und seine Gefolgschaft wurden dagegen für ihren Frevel hingerichtet.
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Stephan Sasek
*1973 in Wiesbaden-Sonnenberg/Hessen
lebt und arbeitet in Wiesbaden
http://www.kesas.de